Aktueller Bericht in "Autoszene Oberrhein" (Seite 32) hier der Link zum PDF

Was als kleines Freizeitprojekt begann, mündete im Land-Speed- FIM-Weltrekord in Utah.

Fotos: Horst Rössler und Text: Sandra Küss

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Die Geschichte ist so kurios wie das Team selbst. Es begann alles 2010 beim Junggesellenabschied von Günter Retsch in Santa Pod/England. Auf den Spuren jugendlicher Dragster-Heldentaten wollte man dort ein Dragster-Rennen anschauen. Das englische Wetter jedoch verdammte zum Pubbesuch und dort entstand in Erinnerung an den Film mit Anthony Hopkins „The world‘s fastest Indian“, die Idee, den alten Ducati-Dragster umzubauen und in Bonneville/Utah auf dem Salzsee zu fahren. Getreu dem Motto eines Filmzitates: „Wenn Du Deine Träume nicht verwirklichst, kannst Du auch ein Stück Gemüse sein”.

Zurück in Deutschland aktivierte man Freunde aus den unterschiedlichsten Bereichen. Mechaniker, Techniker, Ingenieure, Marketingfachmänner und-frauen brachten sich ins Projekt First Asphalt-Now Salt ein. Man schraubte, plante und organisierte Events, suchte Sponsoren, investierte Geld und Herzblut. In nächtelangen Werkstattaufenthalten und Besprechungen reifte langsam das Bonneville-Ducati-Projekt.

Im August 2012 war es dann soweit. Man stand mit der 300 PS starken Ducati 916 auf den legendären Saltflats in Bonneville. Der schwierige Untergrund, der sich laut Günter Retsch fährt wie „verschneites Kopfsteinpflaster“, forderte alle heraus, Fahrer sowie Technikteam. Doch nach lediglich 7 Läufen erfuhren sie den Lohn für das nächtelange grübeln und werkeln, denn die Crew fuhr mit 169,03 mph gleich zwei Rekorde in ihrer Klasse ein: Den nationalen AMA Rekord und den internationalen FIM Weltrekord.

Das Feeling, die Erfahrung und das Wissen über das Potential der Ducati werden seither im Folgeprojekt MoreSalt umgesetzt.

Und das private Engagement der Männer und Frauen der MoreSalt-Crew zog weite Kreise! Das Technikmuseum in Speyer stellte die Maschine aus, zusammen mit der NSU von Wilhelm Herz, der 1956 als Erster die 200 mph-Marke knackte. Ebenso wurde Audi auf das Projekt aufmerksam. Im Juli 2013 konnte eine Auswahl der Mitglieder den Windkanal von Audi nutzen, um die Aerodynamik zu testen.

Das Projekt ist also in vollem Gange und es bleibt spannend, wie es weitergeht. Das Ziel ist jedoch klar: 2014 soll der 200 Meilen Club ein drittes deutsches Mitglied erhalten!

„Dennoch ist es ein kostspieliges Projekt und ohne unsere Sponsoren wäre das alles nicht möglich!“, sagt das Team. Deshalb bietet die MoreSalt-Crew unterschiedliche Sponsoring-Pakete an, über die man sich auf www.moresalt.de informieren kann. Direkter Kontakt besteht über Dominik Ehmann Telefon +49 162 2698213 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!